Linux: Suspend to Disk unter Suse 9.1
Auf dieser Seite will ich zeigen, wie man den Suspend to Disk (auch Hibernation genannt) mit Suse 9.1 auf einem IBM Thinkpad R40 zum laufen bringt. Diese Anleitung bezieht sich auf die aktuellen Software-Versionen vom Mai 2004 und funktioniert wahrscheinlich mit vielen Laptops, ich habe es jedoch nur auf meinem Thinkpad getestet. Diese Anleitung soll keinesfalls als vollständig angesehen werden! Als ich vor diesem Problem mit dem Suspend
stand, fand ich einfach keine gute Anleitung, dies will ich nun aber ändern.
Bemerkungen:
Es geistern auch Lösungen mit Redisafe (IBM) oder mit einer zusätzlichen Hybernation-Partition herum. Über Redisafe schweigt sich das Internt aus, sodass ich nur einige, unzureichende Informationen dazu fand. Die Hybernation-Partition kann mit dem Programm PHDisk (DOS-Programm) erstellt werden. Das Programm kann in meinem Archiv heruntergeladen werden. Ich will aber darauf hinweisen, dass meine unten beschriebene Lösung weder den Redisafe-Modus noch eine zusätzliche Hybernation-Partition voraussetzt.
Voraussetzungen:
-
Kernel ab Version 2.6.4-54.5-default (Update machen mit YAST!)
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Du solltest ACPI aktiviert haben (Das kannst Du prüfen mit dem Befehl powersave -S in der Konsole)
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Deine Swap-Partition muss genug gross sein.
Die minimale Grösse berechnet sich aus Grösse Arbeitsspeicher + Grösse Grafikkarte
(bei mir z.B 512MB + 64MB = 576) -
Der Suspend ist immer noch im experimentellen Status, Du macht also alles auf eigene Gefahr
( => Backup machen von deinen wichtigen Daten) -
Ev. musst Du im BIOS noch die Suspend-Optionen aktivieren, dies ist von Laptop zu Laptop verschieden.
Vorbereitung:
-
In der Datei /etc/powersafe.conf musst Du die beiden Flags auf no setzen (Beide Flags sind am Ende der Datei):
- POWERSAVED_DISABLE_USER_STANDBY=no
- POWERSAVED_DISABLE_USER_SUSPEND=no
-
Im Bootmanager musst du noch einen Resume-Eintrag machen:
resuse=/dev/swap-partition (Bei mir ist die Swap z.B. in /dev/hda6, also musste ich resume=/dev/hda6 schreiben).
Damit weiss der Bootmanager nun beim booten, woher er die Daten zurück laden muss. (Falls du einmal das Image nicht mehr laden kannst, oder einfach einen Kaltstart machen musst, kannst du einfach im Bootmanager den Parameter noresume schreiben):
Test:
Links unten solltest Du nun eine Batterieanzeige sehen:

Mit einem Rechtsklick auf dieses Icon öffnet sich nun ein Menü:.
In diesem kannst Du nun Suspend auswählen:

Zeitmessung:
Ich habe bei mir einmal die Zeit gestoppt:
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|
Suspend: |
Resume: |
Shutdown: |
Boot: |
|
Lunux Suse 9.1: |
0:18 |
1:16 |
0:20 |
2:07 |
|
Windows XP: |
0:16 |
0:16 |
0:18 |
0:50 |
(Die Werte beziehen sich jeweils für den die Dauer vom Auslösen des Suspends bis der Laptop abstellt, bzw. vom Bootmanager bis das System einsatzbereit ist.)
Fazit:
Windows ist leider immer noch um einiges schneller, jedoch ist auch mit einem
Suspend unter Linux die Reaktivierungzeit masiv verkürzbar.
(Kanotix ist eine Weiterentwicklung von Knoppix, welche sich auch auf die Harddisk
installieren lässt. Erstaunlich ist dabei die schnelle Bootzeit, der Suspend
geht auch, leider happerts aber noch am resume (waiting for DMAs to settle down))
Weiteres:
-
In der Dokumentation
/usr/share/doc/packages/powersave/LIESMICH.suspend findest du eine ausführliche Anleitung von den Suse-Mitarbeitern. -
Für Hilfe kann ich Dir auch die deutsche Suse-Laptop-Mailingliste empfehlen: Suse-Laptop.
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Mach regelmässig ein Onlineupdate, Linux-Updateds beheben meistens einen Fehler, nicht wie M$-Patchs, welche 3 Fehler durch 2 neue ersetzt ;).
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